Die Luftwärmepumpe... 
Energie-Coach Falk Donner
kann das funktionieren?
Tatsache ist: Die
Luftwärmepumpe funktioniert auch bei -15°C ohne Heizstab.
Aus wirtschaftlichen Gründen wird der Bivalenzpunkt aber oft auf
-5°C berechnet und es kommt ein Heizstab zum Einsatz. Dadurch kann
man ein kleineres Gerät wählen welches 1. leiser
und 2. preisgünstiger in der Anschaffung ist. Die höheren
Betriebskosten durch den Einsatz des Heizstabes sind gering (ca.
100-200 Euro/Jahr). Denn die kalten Tage, an denen die
Durchschnittstemperatur unter -5°C liegen sind sehr
selten (10-15 Tage pro Jahr)
"Ich kann mir nicht vorstellen, das man aus
kalter Luft Wärme gewinnen kann." oder " Ab 0°C bringt die
Luftwärmepumpe nichts mehr"
Sprüche die ich in Beratungen immer wieder
höre. Die vielen Heizungsbauer und Energieberater scheinen nichts
dazu beizutragen, das Funktionsprinzip bei der
Bevölkerung genauer zu erklären. Insbesondere die
Annahme, die Luftwärmepumpe funtioniert nur mit einem Heizstab,
hat sich in den Köpfen vieler Leute offenbar festgesetzt. Umso
nachdenklicher stimmt mich die Tatsache das viele meiner
Heizungsbauerkollegen fast gar kein Wissen über die
Luftwärmepumpe haben. Aber dies nur am Rande.
Die neusten Luftwärmepumpen mit
Invertertechnik haben bei -7°C einen COP von 2,6 das ist doch
beachtlich und durch die neue Kältemitteleinspritzung am
Kompressor (Heißgaskühlung) werden noch bessere COPs bei
höheren Temperaturen erreicht.
6 Gründe...
Warum
Sie mit einer Luftwärmepumpe in der Zukunft weniger Betriebskosten
haben.
1. Die
Luftwärmepumpe nutz 60-70% Sonnenenergie gratis aus der Umwelt. Das
bedeutet Sie erhalten für ca. 4 cent pro kwh Wärme. Öl
und Gas sind erheblich teurer. Sie können in einem Einfamilienhaus
bis zu 1000 Euro / Jahr sparen.
2. Nebenkosten
wie Schornsteinfeger, Wartung, Vorkreditierung des Brennstoffs, Strom
für Brenner, TÜV usw. entfallen für die Luftwärmepumpe. Sie sparen mit einer Luftwärmepumpe
zusätzliche ca. 350 Euro / Jahr.
3.
Öl und Gas haben in den letzten 10 Jahren im Durchschnitt Preisteigerungen
von mehr als 15% pro Jahr gehabt. Der Strom für die Luftwärmepumpe hatte Preissteigerungen
von nur 3-5%.
4. Öl
und Gas sind endliche Brennstoffe die immer mehr benötigt werden.
Diese stehen nur noch begrenzt zur Verfügung.
Ihre Luftwärmepumpe wird die nächsten 25 Jahre ihre Haus beheizen. Wird
es in diesem Zeitraum noch genügend preisgünstiges Öl und
Gas geben?
5.
Die Anschaffungskosten einer Luftwärmepumpe gegenüber einer
Gas oder Ölbrennwertheizung sind nur ca. 5000 bis 8000 Euro höher.
Diese Mehrkosten sind innerhalb 5 bis 8 Jahren durch die Einsparung wieder
amortisiert.
6.
Öl- und Gasheizungen haben Anlagenverluste von bis zu 50%. Das
bedeutet, nur ca. 50% vom zugeführten Öl oder Gas kommen
an Ihren Heizkörpern als Nutzwärme an. Dies ist bei der Luftwärmepumpe sehr viel effizienter.
Ich zitiere Albert Einstein...
Er sagte "ein Experiment sagt mehr als 1000 Erfahrungen".
Was aber wenn das Experiment mehrere1000,-Euro kostet? Eine teure Erfahrung. Die Experimente haben wir längst hinter uns gelassen. Jenseits
aller Marketing Versprechungen möchten wir Ihnen hier die
Luftwärmepumpe aus der Sicht des Energieberaters und
Heizungsmeisters etwas näher bringen. Mit dem richtigen Gerät
für den entsprechenden Einsatz werden gerade die
Luftwärmepumpen mit den neuen Inverter-Techniken zu sinnvollen und
effektiven Heizungen die von hohen Nutzen sind und auch zukünftig
wirtschaftlich im Energieverbrauch sind. Mit der verkehrten Beratung
oder unzureichendem Wissen können Luftwärmepumpen aber auch
unwirtschaftlich eingesetzt werden und zur finanziellen Unzufriedenheit
führen. Im folgenden möchten wir versuchen Ihnen einen
kleinen technischen Überblick über Luftwärmepumpen zu
vermitteln, für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Warum Sie mit einer Luftwärmepumpe Energie aus der Umwelt
entziehen können...
In
dieser Grafik sehen Sie die Tage die unter -5°C liegen sind sehr selten.
Die Luftwärmepumpe kann auch noch aus -15 grädiger Luft Wärme
entnehmen. Denn der absolute 0-Punkt liegt bei -273°C. Die
Luftwärmepumpe hat bei -7°C einen Wirkungsgrad COP von 2,6. Das
bedeutet aus 1kwh Strom macht sie 2,6 kwh Wärme

Wie funktioniert eine Luftwärmepumpe
Funktionsprinzip einfach erklärt:
Die
Luftwärmepumpe saugt z.B.im Winter -5 grädige Luft über
einen Wärmetauscher an und bläst mit einem Gebläse -10
grädige Luft wieder in die Umwelt aus. Die gewonnen 5K
Temperaturdifferenz wird mit einem Kompressor über ein
Kältemittel auf eine Temperatur von 50°C erhöht. Dies
geschieht durch Komprimierung (20bar) erhöht. Die Heizkörper
entnehmen den 50°C wiederum 15K zum heizen und geben 35°C an
die Luftwärmepumpe zurück. Die Luftwärmepumpe
entspannt das Kältemittel von 20 bar auf einen geringeren
Druck damit kühlt es jetzt auf -10°C ab und kann bei -5°C
Aussentemperatur jetzt wieder Wärme aufnehmen.
gratis ebook wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Die Wärmepumpe einfach und verständlich erklärt.

Bauteile der Luftwärmepumpe:
1. Verdampfer
Die Umweltenergie aus der Erde (z.B. 3°C)
bringt das in der Wärmepumpe zirkulierende
Medium, das einen sehr tiefen Siedepunkt
aufweist, zum verdampfen.
2. Verdichter/Kompressor
Der elektrisch angetriebene Kompressor bringt
das verdampfte Medium auf hohen Druck und ein hohes
Temperaturniveau
3. Kondensator/Verflüssiger
Die Umweltenergie auf dem hohen
Temperaturniveau wird an
das Heizungsmedium abgegeben. Das gasförmige
Medium kühlt sich
dabei ab und wird wieder flüssig.
4. Expansionsventil
Im Expansionsventil wird der Druck abgebaut
Wann ist eine Wärmepumpe hoch effizient...
Der Temperaturunterschied (Temperaturhub)
zwischen Verdampfungstemperatur und Verflüssigungstemperatur
sollte so gering wie möglich sein. Das bedeutet: Wichtig ist die
niedrige Vorlauftemperatur die unter 50°C liegen sollte! Da
können auch die Wärmepumpenhersteller mit
Hochtemperaturwärmepumpen die Physik nicht überlisten. Die
Betriebskosten gehen dann nach oben. Die Brauchwassertemperatur sollte
auch so gering wie möglich eingestellt werden. Oft sind Mischer im
Heizkreis eingebaut diese sollten voll geöffnet werden.
Kombispeicher sind oft auch nicht hocheffizient da im Pufferbereich die
Temperatur höher ist als benötigt. Wenn man die Anlage gut
plant und richtig auslegt ist die Wärmepumpe sehr effizient.
Bei -7°C hat eine drehzahl geregelte Luftwärmepumpe einen COP von
2,6. Der Wirkungsgrad ist 1 zu 2,6 das heist aus 1kwh Strom wird 2,6
kwh Wärme erzeugt. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt
jedoch bei 3°C da liegt der COP bei 3,7. Weiter Faktoren für
einen effizienten Betrieb sind: Hydraulische Optimierung des
bestehenden Rohrleitungsystems und der Heizflächen. Eine
Regelungstechnik mit Energiesparfunktion die voll auf das
Nutzerverhalten angepasst werden sollte.
Wärmepumpe und Heizkörper macht das Sinn...
Oft sind die Heizkörper im Altbau sehr
groß ausgelegt deshalb benötigt man so gut wie nie
höhere Vorlauftemperaturen als 50°C. Es sollte jedoch vorher
berechnet werden ob die Heizkörper groß genug sind. Diese
können dann mit 35-50°C betrieben werden. Was viele nicht
wissen, man kann auch bestehende Heizkörper meistens auch auf
Niedertemperatur umrüsten. Dies ist mit
Heizkörpergebläse möglich oder man tauscht den alten
gegen einen Niedertemperaturheizkörper.
Die Luftwärmepumpe wird für Renovierer immer interessanter...
In Baden Württemberg ist zum 1.1.2010 das Erneuerbare Wärme Gesetz in Kraft. Das bedeutet
jede Heizungserneuerung muss zu 10% mit regenerativen Energien gedeckt
werden. Dies kann z.B. durch eine Luftwärmepumpe erreicht
werden. Die Anschaffungskosten für Gas und Solar sind meist nicht
günstiger als eine Luftwärmepumpe. Die Einsparung durch eine
Luftwärmepumpe wird auf lange Sicht um einiges besser sein.
Durch Wirkungsgradverbesserungen bei den
Luftwärmepumpen in den letzten Jahren können sich die
Hausbesitzer freuen, denn der Verbrauch der Wärmepumpe ist
um einiges reduziert wurden und ist zur Zeit das günstigste
Heizsystem.
Eine Luftwärmepumpe muss nicht laut sein...
Das wichtigste ist die Planung
des richtigen Aufstellungsort der Luftwärmepumpe. Jede schallharte
Oberfläche verstärkt das Geräusch, das bedeutet je
weniger Wände desto leiser ist die Wärmepumpe. Auch der
Untergrund sollte nicht schallhart sein. Büsche und Streucher
reduzieren den Schall. Man sollte die Aufstellung in
Schlafzimmernähe vermeiden. Bei leistungsgeregelten
Luftwärmepumpen kann man durch Reduzierung der Leistung z.B. in
der Nacht das Geräusch erheblich mindern. Bei der Auslegung der
Luftwärmepumpe sollte man darauf achten, das Luftwärmepumpen
über 20 kW nicht in Wohngebieten aufgestellt werden sollten. Wenn
man diese hohe Leistung benötigt ist es sinnvoller zwei kleine
Luftwärmepumpen mit 10 KW aufzustellen. Wir empfehlen immer eine
Schallsimulation Vorort zu machen und den Kunden eine Referenzanlage zu
zeigen. Durch neu entwickelte Schallschutzhauben können
zusätzliche dB reduziert werden.
hier geht es zum Niedertemperaturheizkörper
Wie ist nachrüsten auf Niedertemperatur möglich?
Preissteigerung
der Brennstoffkosten
Die Luftwärmepumpe
bekommt ca. 2/3 der Energie kostenlos aus der Umwelt.
Daher benötigt
sie nur 1/3 Antriebsenergie in Form von Strom.
z.B. Einfam.Haus
10.000 kWh mit Luftwärmepumpe
30.000kWh mit Öl/Gas/Pellet
Bei gleicher
Preissteigerungen der Brennstoffpreise Öl/Gas/Pellet/Strom (z.B.
10%) hat die Luftwärmepumpe in der Zukunft immer einen klaren Kostenvorteil.

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